Kurz gesagt
Diskretion ist für Family Offices und Stiftungen die Eintrittskarte, aber nicht das gesamte Anforderungsprofil. Danach zählen feste Ansprechpartner, die passende Dealstruktur und die Frage, wie ein Objekt zum vorhandenen Portfolio passt.
Echte Diskretion beginnt vor dem ersten Exposé
Entscheidend ist, wie ein Objekt an ein Family Office herangetragen wird: vertraulich und ohne dass die Marktanfrage Rückschlüsse auf Liquidität oder Vermögensverhältnisse zulässt. Ein Asset, das bereits in Maklernetzwerken zirkuliert, ist kein Off-Market-Zugang mehr, selbst wenn die Kennzahlen stimmen.
Was in der Praxis schwerer wiegt als Verkaufsargumente
- Feste Ansprechpartner über Jahre: Family Offices planen in Jahrzehnten. Ein stetiger Kontakt mit Kenntnis der Familienhistorie ist unverzichtbar, häufig wechselnde Berater sind es nicht.
- Dealstruktur ist Strategie: Asset Deal, Share Deal oder Forward Deal entscheiden über Grunderwerbsteuer, Haftungsgrenzen, Abschreibungspotenziale (AfA) und die gesellschaftsrechtliche Übertragbarkeit an die nächste Generation.
- Substanz und Drittverwendung vor Spitzenrendite: Core-Lagen, energetische Resilienz und flexible Grundrisse schützen Vermögen vor Inflation und Regulierung verlässlicher als kurzfristige Maximalerträge.
- Strategische Portfoliopassung: Ein Einzelobjekt soll das Gesamtportfolio regional und sektoral diversifizieren, statt neue Klumpenrisiken zu schaffen.
Häufige Fragen
Was bedeutet Off-Market?
Das Objekt wird nicht öffentlich inseriert, sondern vertraulich gegen ein hinterlegtes Ankaufsprofil abgeglichen.
