Was braucht ein Ankaufsprofil für ein Family Office?
Ein Ankaufsprofil für ein Family Office sollte neben Region und Kaufpreisrahmen die Bestandsstrategie, akzeptierten Investitionsaufwand und Entscheidungsvorgaben beschreiben. So lässt sich beurteilen, ob eine Immobilie grundsätzlich zum Mandat passt. Langfristige Ziele wie Vermögenserhalt bleiben dabei Ziele und sind keine zugesicherte Eigenschaft eines Angebots.
Welche Vorgaben helfen bei der Objektauswahl?
| Vorgabe | Konkrete Fragen |
|---|---|
| Bestandsstrategie | Langfristig halten, entwickeln oder zu einem definierten Zeitpunkt veräußern? |
| Ertragsanforderung | Welche laufenden Einnahmen werden benötigt, und auf welcher Kostenbasis wird gerechnet? |
| Investitionsrahmen | Welcher Modernisierungsbedarf ist akzeptabel, welcher Aufwand nicht? |
| Organisationsaufwand | Wer übernimmt Verwaltung, technische Begleitung und spätere Maßnahmen? |
| Konzentration | Welche Objekt-, Lage- oder Nutzungsanteile sollen begrenzt werden? |
| Entscheidung | Wer prüft, wer entscheidet und welche Nachweise werden benötigt? |
Bei einem Multi Family Office sollten die Kriterien dem jeweiligen Mandat zugeordnet werden können. Ein allgemeines Suchprofil kann sonst unterschiedliche Anforderungen vermischen. Sensible Vermögensinformationen sind für die erste Beschreibung der Suchkriterien nicht erforderlich.
Diskrete Ansprache mit klaren Erwartungen
Eine nicht öffentliche Vorstellung kann zu Ihrem Vorgehen passen. Sie setzt eine entsprechende Vereinbarung mit der Verkäuferseite voraus. Informationen werden dann im vorgesehenen Umfang weitergegeben; Vertraulichkeitsvereinbarungen können Teil des Prozesses sein.
Off-Market bedeutet nicht automatisch Alleinzugang oder den Ausschluss eines Wettbewerbs mit anderen Interessenten. Ein zeitlich begrenztes exklusives Prüfungsrecht müsste gesondert vereinbart werden. Kirchhoff Immobilien stellt deshalb den konkreten Verfahrensstand in den Mittelpunkt der Abstimmung.
Bestand und Potenziale getrennt prüfen
Eine belastbare erste Einordnung sollte tatsächliche Mieten, vorhandene Nutzung und dokumentierte Arbeiten von möglichen Entwicklungen unterscheiden. Dazu gehört auch, vorhandene Unterlagen und noch offene Fragen getrennt zu erfassen.
Für die weitere Prüfung können unter anderem Mietübersichten, Vertragsunterlagen, Flächenangaben und technische Nachweise relevant sein. Welche Dokumente vorliegen und welche nachgereicht werden können, ist objektabhängig. Eine vollständige technische oder rechtliche Due Diligence wird durch eine erste Objektvorstellung nicht ersetzt.
Die Transaktionsform früh ansprechen
Wenn Ihr Mandat Vorgaben zur Erwerbsstruktur hat, sollten diese bereits im Erstgespräch genannt werden. Ob eine gewünschte Struktur zum Angebot passt, muss mit den Beteiligten geklärt werden. Rechtliche und steuerliche Gestaltung gehören zu den Aufgaben Ihrer entsprechend beauftragten Berater.
Die bloße Aufnahme einer Strukturpräferenz in das Ankaufsprofil ist keine Zusage, dass eine bestimmte Gestaltung angeboten oder von Kirchhoff Immobilien fachlich beraten wird.
